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10 Dinge, die es mit dem Muttersein gratis dazu gibt

Posted in Allgemein

Bedingungslose Liebe und pures Glück … Mal ehrlich, das sind doch die Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie erwarten, können wenn wir Mutter werden.  Es gibt aber noch ein paar andere Dinge, die mit dem Mutterwerden dazu geliefert werden.

Zu dieser Jahreszeit sieht man immer mehr dicke Bäuche, die stolz durch die Gegend getragen werden und auch in meinem Freundeskreis gibt es ein paar Schwangere, die ihr erstes Baby bekommen. Daher nehme ich mir dies zum Anlass, um die 10 Dinge festzuhalten, die im Packet Mutterschaft mit enthalten sind:

  1. Sand – In der Wohnung, in der Waschmaschine, im Bett und am allerschlimmsten auf dem Strandhandtuch. Er ist überall. Ich wundere mich regelmäßig, dass auf den öffentlichen Spielplätzen überhaupt noch Sand vorhanden ist, denn wenn jedes Kind auch nur einen Bruchteil der Menge Sand in seinen Schuhen hat, wie meine 3 jährige Tochter, dann hätte der Bestand an Spielsand schon 2013 aufgebraucht sein müssen.
  2. Flecken – es fängt schon im frühen Säuglingsalter an. Was liebevoll als „Speikind“ bezeichnet wird, ist in Wahrheit ein unendlich viel Milch spuckendes Wesen, das, obwohl es noch nicht einmal 5m weit sehen kann, ganz treffsicher sowohl deine Schulter, die Rückseite deines Beines als auch deine Socke mit einem Mal erwischt. Es wird mit dem Alter aber nicht besser: Brei wird dir entgegen gepustet, Finger an dir abgewischt und falls du es mal schaffst einen halben Tag fleckenfrei zu bleiben, schüttest du dir aus Übermüdung selbst den Kaffee auf die Hose.
  3. Augenringe – Ok, ich gebe es zu, das konnte man auch vorher vermuten. Aber ich kannte vor meinen Kindern keine Augenringe, egal, ob ich die ganze Nacht durchgetanzt hatte, um dann noch eine 8 Std Schicht bei meinem Studi-Job zu machen. Heute passiert es mir, dass Leute mich anschauen und sagen. „Oh schläft das Baby so schlecht?“, obwohl ich mich vollkommen fit fühle, weil mein Baby mich mal 4 Std am Stück hat schlafen lassen.
  4. Unerbetene Kommentare – Manchmal fühle ich mich wie die Hauptfigur in einem Film. Ständig kommt „eine Stimme aus dem OFF“ und kommentiert, das, was ich oder meine Kinder machen. Irgendetwas muss beim Durchschneiden der Nabelschnur passiert sein, dass wir ausstrahlen, jeder Hans und Franz (und Inge und Suse) könne uns seine Meinung über uns mitteilen.
  5. Schuldgefühle – Die Verantwortung, die du von nun an für diesen kleinen Menschen trägst, ist so riesig, dass nur ein krasses Egomonster keine Schuldgefühle haben kann. Hätte ich den Sturz von der Couch verhindern können? Hätte ich mein Kind wärmer anziehen sollen, um die Erkältung zu vermeiden? Habe ich mein Kind zu wenig gefördert? Die Liste der Schuldgefühle ist unendlich.
  6. Unordnung – Ich bin wirklich kein ordentlicher Mensch, aber meine Tochter schafft es unsere aufgeräumte Wohnung in nur 5 Minuten ins Chaos zu verwandeln. Seit ich Kinder habe, weiss ich wie Sisyphos sich gefühlt haben muss. Bei uns geht es lediglich um Schadensbegrenzung. Eine komplett ordentliche Wohnung hatte ich das letzte mal …. lass mich überlegen …. ich überlege immernoch …
  7. Der Verlust der Privatsphäre – Allein auf die Toilette gehen? Ist nicht mehr! Selbst wenn ich es schaffe ohne Kind ins Badezimmer zu kommen, so fällt meiner Tochter 30 Sekunden später etwas ein, was mir sofort erzählt werden muss. Und wehe die Tür ist abgeschlossen!
  8. Der Mamadutt – schönes langes offenes Haar sind des Kindes bester Freund! Ach wie gut man das ziehen kann, und die klebrigen Finger schaffen es ganz leicht 20 Kletten hinein zu zaubern. Der Mamadutt ist die beste Erfindung, um durch den Tag zu kommen, schnell und unkompliziert zu frisieren und keine Kinderhand kann sich darin verheddern.
  9. Bequeme und praktische Kleidung – Ach wie habe ich diesen Ausdruck auf jeder „Klassenfahrtvorbereitungszettel“ gehasst. Heute weiss ich, bequem und praktisch ist nicht gleich hässlich und unstylisch. Momentan ist mein praktischstes Kleidungsstück der Schuh zum reinschlüpfen. Wer  die Schnürsenkel erfunden hat, hatte definitiv keine Kinder!
  10. Kinderliederrepertoire – „Eins zwei drei im Sauseschritt, …“, „Eine Schnecke, eine Schnecke krabbelt rauf…“, „Alle Leut, alle Leut geh’n jetzt nach Haus,…“, Na, hast du grad alle Lieder im Kopf mitgesungen? Dann bist du eine Mami! (oder eine Erzieherin) Als Mami musst du in jeder Gruppe singen, egal, ob du deine Singstimme magst oder nicht. Heult dein Kind im Auto? Auch hier kann ein Liedchen helfen und so sammeln sich immer mehr Kinderlieder in deinem Kopf an. Und das sind richtige Evergreens, die dir nie mehr aus dem Kopf gehen werden.

Wenn dir das jetzt alles Schrecklich vorkommt, dann möchte ich dich an den Anfang des Textes zurück erinnern, denn Bedingungslose Liebe und pures Glück ist das, was uns all diese 10 Punkte übersehen lässt.

Der Moment in dem du realisierst, dass diese Menschen deine Familie sind.
Der Moment in dem du realisierst, dass diese Menschen deine Familie sind.

Na, bist du jetzt abgeschreckt oder findest du dich wieder? Oder hast du vielleicht noch einen elften Punkt, der hier fehlt? Dann schreib mir doch einen Kommentar!

4 Comments

  1. Anabela
    Anabela

    Sehr gut geschrieben. Ich habe mich in ein paar Punkten wieder gefunden. Aber meine Tochter muss ja auch noch größer werden für die anderen ?
    P.S. Cooles Bild, die arme Milou ??

    3. Mai 2016
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    • Katjaschiller
      Katjaschiller

      Vielen Dank! Die anderen Punkte kommen bestimmt!
      Ps: Man kann sich seine Familie nicht aussuchen ?

      3. Mai 2016
      |Reply
  2. Volltreffer! Passt 100% … bis auf den Mamadutt, aber ich arbeite dran.

    3. Mai 2016
    |Reply
    • Katjaschiller
      Katjaschiller

      Ach, der Mamadutt kommt bei mir auch immer mal wieder ab 🙂

      3. Mai 2016
      |Reply

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