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So hab ich mich als Mama verändert

Posted in Muttergefühle

Mama werden verändert, das ist kein Geheimnis. Trotzdem fragt man sich doch als werdende Mama ständig, was die anderen damit meinen, oder? Frida von 2KindChaos hat eine Blogparade gestartet mit genau diesem Thema „Die persönlichen Top 3 Veränderungen als Mama“.

Wie hat das Mamasein mich verändert?  Zuerst fallen mir Kleinigkeiten, wie der Mum-Bun ein, da Haare offen tragen nicht mehr geht; genauso wie hohe Absätze. Seit Geburt meiner Kinder gibt es 1.000000000000000 Fotos auf meinem Handy und kaum eins zeigt mich. Der DHL-Mann, der Hermes-Bote und der UPS-Typ kennen mich beim Namen und grüßen auf der Strasse immer freundlich, weil ich alle Pakete der Nachbarschaft annehme (na gut, manchmal ist auch eins für mich 😉 ).

Aber wie sieht es mit meinen Wesenszügen aus? Hier sind meine Top 3 Veränderungen:

Ich bin ein elendiges Weichei

Was bin ich doch nur für ein Weichei geworden? Ich galt mal als tough, jetzt rührt mich jedes Tierbaby, jede ansatzweise sentimentale Werbung, jedes „Ich liebe dich so sehr“ das meine Große, der Kleinen sagt. Über traurige Filme brauchen wir gar nicht sprechen, die schaue ich mir nämlich nicht an. Denn wenn ich vor Geburt meiner Kinder bei „P.S. ich liebe dich“ am Ende geheult hab, würde ich jetzt das Wohnzimmer mit meinen Tränen füllen.

Aber nicht nur das Flennen macht mich zum Weichei. Meine Sprache ist so lieb geworden. Während ich früher bei der Arbeit einen Strafgeldkatalog mit meiner Kollegin einführte, weil die „Fuck“, „Scheiße“, „Arschloch“ -Quote in unserem Büro Überhand nahm, fliessen jetzt „Blödmann“ und „Doofi“ begleitet von Glitzer  und Herzchen aus meinem Mund. Wie süß! Oder eben Weichei.

Und der allerletzte Beweis für meine Weicheieritis: Mir wird bei allen Sachen, die früher Spass gemacht haben schwindelig oder übel, oder beides. Schaukeln, Karussell fahren, sich im Kreis drehen…

Ich bin eine Supermama

Socken Anziehen, Lieblingsjoghurt einkaufen, Fläschchen spülen, Kindergarten spielen, Pipi Langstrumpf vorlesen, Regenbogen malen, Kind auffangen, wenn es von der Treppe fällt, Auas Pusten,  Ränder vom Brot abschneiden, Popo abwischen, Trinkflasche nicht vergessen, Fahrradsattel höher stellen,  all das (und noch viel mehr) kann ich neben meinen normalen Aufgaben. In genau der gleichen Anzahl an Stunden, die der Tag auch schon hatte, als ich kinderlos war. Seit ich Mama bin, schöpfe ich aus allen Ressourcen und bin unheimlich effizient! Genau betrachtet ist es kein Wunder, dass Mamas am Rande der Erschöpfung leben, denn

WIR SIND SUPEREFFIZIENT.

Und das überträgt sich auf unser ganzes Leben. Shoppen? Ich kann ohne Kinder innerhalb von einer Stunde ein ganzes Shoppingcenter abscannen und 4 Outfits mit Anprobe kaufen. Was hab ich nur früher den ganzen Nachmittag gemacht? Arbeiten? Nach Idas Geburt schaffte ich in den 5 Std Teilzeit, das was ich vorher in 8 geschafft habe. Schade, dass viele Unternehmen das noch nicht gecheckt haben – Nur mal so am Rande.

Am Samstag Lebensmittel einkaufen mit zwei Kindern im Schlepptau? Tze, das ist ein Spaziergang für mich.

Ich hab mich gefunden

Kennt ihr die Leute, die ihrer Jugend hinterher weinen? Das Einzige das ich aus meiner kinderlosen Zeit haben will ist der Körper, von dem ich als 24 Jährige dachte, er sei zu dick. Mit dem Mamasein habe ich eine innere Ruhe gefunden. Ich bin auf einmal zufrieden mit dem was und wer ich bin. Ich stehe zu niemanden mehr in Konkurrenz; außer ich will es so.

Ich brauche nicht mehr nach dem Einen zu suchen, denn ich habe ihn schon gefunden. Und auch wenn es schnell passiert, dass man sich selbst als junge Mutter (oder Mutter junger Kinder) in den Aufgaben verliert und vergisst, so muss man zum Wiederfinden ganz genau hinschauen, was einen selbst eigentlich ausmacht. Diesen Prozess habe ich hinter mir und bin froh, dass ich weiß wer ich bin, was ich mag.

Wochenende in Bildern
Und hier sind die zwei wunderschönen Gründe meiner Veränderung.

Und nun bin ich gespannt, wie das Mamasein (oder auch Papasein) dich verändert hat! Verrate es mir in den Kommentaren!

7 Comments

  1. Stefanie
    Stefanie

    Am besten bin ich wohl im Erraten der Höhe des Fiebers beim Anschauen der Kinder geworden. Oder daran, dass ich schon vorher so ein Gefühl habe, dass heute Kiga oder Schule anrufen werden, weil irgendwas ist. Letzte Woche tatsächlich geschafft! Oder darin, dass ich Meisterin darin bin, kreative Lösungen für Probleme zu finden…..?

    27. September 2016
    |Reply
    • Katja
      Katja

      Oh ja, ich finde auch, dass die Kreativität extrem geschult ist! Aber die anderen zwei sind auch nicht schlecht!

      27. September 2016
      |Reply
  2. Jasmin
    Jasmin

    Die Geschichte mit den Haaren, Paketen und hohen Schuhen kenne ich. Meine Haare sind nur noch offen wenn ich alleine unterwegs bin. Die Paketboten klingeln tagsüber schon gar nicht mehr beim Nachbarn sondern gleich bei mir. Das letzte Mal hohe Schuhe hatte ich im 4. Monat an. Und das ist schon 8 Monate her.

    Was mir zurzeit wirklich auffällt ist wie schnell ich mich morgens fertig machen kann. 20 Minuten und ich bin geduscht, habe mich geschminkt und bin komplett angezogen. Hätte ich bloß schon vorher gewusst wie schnell ich sein kann! Ich hätte morgens vor der Arbeit immer eine Stunde länger schlafen können ?

    27. September 2016
    |Reply
    • Katja
      Katja

      hahaha, ja wirklich! Die Erkenntnis kommt immer zu spät.
      Liebste Grüße an Dich!

      27. September 2016
      |Reply
  3. Ich bin auch so eine super effiziente Heulsuse geworden. Eine Löwenmutter, immerzu der Hut vor jemandem oder etwas Gefährlichem! Eine verzweifelte Weltverbesserin. Ich höre Kinderradio, statt wie früher Nirvana. Fluche nicht mehr um Auto und Zigaretten sind bääähhh!
    LG, Natalia

    27. September 2016
    |Reply
    • Katja
      Katja

      Zigaretten? Oh Mann, da sagst du was, ich hoffe meine Töchter kriegen niemals mit, dass ich mal geraucht hab! (hihi)

      27. September 2016
      |Reply

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