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Königinnen der Bastelkunst – Meine 3 liebsten Kreativ-Blogs

Posted in Allgemein

Wenn du den Begriff Basteln hörst, was denkst du dann? Denkst du a) “Juhuuuuu, Basteln!“ oder b) „Oh Gott Basteln. Mir zieht sich der Magen zusammen. Ich kann diese kleinen feinen Fummeleien nicht ausstehen. Alles klebt, spritzt, ist ein riesiger Aufwand vorher, währenddessen und hinterher. Und vor allem: wohin dann mit dem ganzen Zeug, dass nicht ansatzweise so schön, ist, wie es die Anleitung versprochen hat?“

Egal ob deine Antwort a oder b ist, ich verspreche dir, wenn du diese drei Bastelqueens triffst, stecken sie dich mit ihrer sprühenden Kreativität an und du hast Lust, etwas mit deinem Kind zu basteln!

Ich habe der Creme de la Creme der kreativen Bastelkünste tolle Tipps und Tricks entlockt (ok, so schwer war das gar nicht 😉 ). Ich habe die drei Frauen mit den besten Bastelblogs mit Fragen gelöchert und herausgekommen sind viele „Aha“-Momente und die große Lust selbst was zu basteln. Also Vorsicht: es besteht Ansteckungsgefahr!

Tollabea

Bea sprüht vor Energie und ist selbst noch so viel Kind geblieben, dass sie jedes ihrer Projekte mit so viel Begeisterung angeht, dass bei mir immer der Funke überspringt. Auf Ihrem Blog Tollabea findest du alles! Und ich meine wirklich alles! Neben den coolen Basteltutorials gibt sie Tipps zu Erziehung und  fördert vor allem den Wechsel der Sichtweise.

Das liebe ich besonders an ihrem Blog: Er macht Spass, bietet ein Vielzahl an Ideen für jede Altersstufe und nimmt sich selbst nicht zu ernst!

Bea von Tollabea

Basteln ist…

…eigentlich ein doofes Wort, verschreckt leider viele! „Tinkering“ auf Englisch oder „Bricoler“ auf Französisch haben viel handfestere Assoziationen, mehr in Richtung: Handwerken, etwas ausprobieren… Also noch mal: Basteln ist viel mit Materialien experimentieren, Dinge kombinieren und Fingerfertigkeit antrainieren. Und ja, man darf Bastelergebnisse getrost wegschmeissen!

Wie bist du selbst zum Basteln gekommen? Hast du schon als Kind mit deiner Familie gebastelt oder wann begann die Leidenschaft?

Ich habe mich schon als Kind viel mit Basteln, Malen und Kreativem beschäftigt. Ich bin Architektenkind, und obendrauf in Rumänien der 70er aufgewachsen, Spielzeug in eigentlichen Sinne war Mangelware. Da haben wir uns zu helfen gewußt… 

Woher nimmst du deine Ideen? Wovon lässt du dich am liebsten inspirieren?

Hm, ich muss zugeben, auch ich checke viel Pinterest und habe da schon mal die eine oder andere Anregung von dort umgesetzt. Aber die meisten Zeit lasse ich mich wirklich von Material inspirieren, ich stelle mir die Frage: Was ist da und was kann ich daraus machen? 

Was sind deine Lieblingsmaterialien?

Keine bestimmten! Ich nehme alles, von Klopapierrolle bis zum Edeldraht und -filz.

Sollten Eltern mit ihren Kindern basteln? Wenn ja, warum? Wenn nein, wieso nicht?

Eltern sollten zusammen mit ihren Kindern genau die Aktivitäten finden, die sie gemeinsam schön und anregend finden, bei denen gute Gefühle entstehen. Basteln kann, muss aber nicht dabei sein. Kochen, Sport oder Aprilscherze ausdenken kann genauso so beziehungsaufbauend und gut sein. Bloss nicht gequält neben dem Kind sitzen und denken, es müsse was sein. 

Was ist wichtiger das Basteln oder das Ergebnis? Wieso?

Der Prozess ist viel wichtiger, weil dabei lernen die Kinder – selbst wenn alles schief geht!

Welches „Projekt“ empfiehlst du, dass auch einem Bastelmuffel Spass macht?

Eigentlich Dinge, die fast jedem Kind Spaß machen: Schneeflocken aus Papier oder gar eine schöne Sauerei wie Drachenschleim, die man nach dem Spielen wieder weg wirft. Sonst bin ich auch fürs Spielen mit dem Essen , wenn man das anschließend futtert.

Dein bester Tipp für das Basteln mit Kindern:

Es in einem Raum mit einem abwischbaren Boden tun. Oder gleich draußen. Das Schlimmste beim Basteln ist Angst zu haben, dass man was zerstört, dreckig macht oder ähnliches.

Was für mich

Claudia lebt mit ihren 4 Jungs (einer davon ist ihr Mann) am Deich in Hamburg und besitzt die wunderschöne Gabe Schönheit einfangen zu können. Sei es per Foto, Stift, Pinsel, oder Pappe, bei Ihr sieht alles aus, wie aus einer heilen Welt. Bin ich auf ihrem Blog Was für mich fühle ich mich immer sauwohl und möchte direkt bei ihr einziehen, denn neben den DIY-Projekten schreibt sie über ihre Reisen als Familie und gibt Tipps für ein harmonisches Zusammenleben.

Das liebe ich besonders an ihrem Blog: Ihre Projekte sind ein win-win! Die Kinder machen sie mit Leichtigkeit und das Erwachsenenherz freut sich über die Ästhetik, die in ihren Projekten immer vorhanden ist. Weil sie viele Einblicke  in ihr zu Hause gibt, räumt sie mit dem ollen Mutti-Ramsch Klischee auf, das dem Basteln behaftet ist. Und sie hat ein traumhaftes Buch geschrieben: Das Kinderkunst-Kreativbuch

Claudia von Was für mich

Fotocredit: Ilona Habben

Basteln ist…

Wie ein Rausch. Wenn ich eine Idee habe, kann ich es kaum erwarten, sie umzusetzen. Und wenn ich dabei bin, vergesse ich alles um mich herum…

Wie bist du selbst zum Basteln gekommen? Hast du schon als Kind mit deiner Familie gebastelt oder wann begann die Leidenschaft?

Schon als Kind. Meine Mutter war immer ein wenig genervt, weil ich mich im Urlaub an den schönsten Stränden immer gelangweilt und rumgejault habe. Bis sie mir Stifte, Papier und Kleber gekauft hat – und ich absolut glücklich war.

Woher nimmst du deine Ideen? Wovon lässt du dich am liebsten inspirieren?

Von Alltagsdingen. Ich sehe ein Stück Karton – und es ruft danach eine Fähre für die Autos meiner Jungs zu werden. Tollerweise fangen die Kinder auch schon damit an, nur blöd, dass sich daher bei uns das Altpapier stapelt. Aber Kreativität macht so unglaublich viel Spaß. Natürlich finde ich auch Inspiration in Magazinen oder auf Blogs (besonders gern den amerikanischen) und bei Pinterest.

Was sind deine Lieblingsmaterialien?

Ich glaube Papier und Karton.

Sollten Eltern mit ihren Kindern basteln? Wenn ja, warum? Wenn nein, wieso nicht?

Auf jeden Fall. Wenn die Eltern es zumindest ein wenig selbst gern machen. Weil es verbindet, den Kopf frei macht, für Glücksgefühle sorgt. Wer Basteln hasst, kann immer noch eine Materialkiste zur Verfügung stellen: ein paar kleine Kartons, Pappe, Kleber, Schere, Watte, Farben. Meistens basteln die Kinder dann ganz von allein los. Es ist einfach schön, ihnen diesen Zeitvertreib, diese Alltagsflucht, wenigstens anzubieten.

Was ist wichtiger das Basteln oder das Ergebnis? Wieso?

Beides. Weil es Spaß macht und das Ergebnis irre stolz. Weil wir nicht alle Basteleien aufheben können, habe ich angefangen, sie für die Jungs zu fotografieren. Irgendwann bekommen sie ein Buch mit all ihren Werken. Und mein Blog ist natürlich eine super Dokumentation.

Welches „Projekt“ empfiehlst du, dass auch einem Bastelmuffel Spass macht?

Oh, ich glaube fast alle Projekte aus meinem Buch, weil sie so ungewöhnlich und doch so einfach sind. 

Und zum Beispiel die selbstgemachten Pinsel 

Dein bester Tipp für das Basteln mit Kindern:

Gelassenheit. Vor allem beim Rumklecksen und Kleben. Und möglichst keine fertigen Bilder der Ergebnisse im Kopf. Kinder entwickeln dabei oft die besten, völlig neuen, Ideen. Das macht so einen Spaß, wenn man  es zulässt.

Fotocredit:Ilona Habben

Mamakreativ

Lisa ist ihrem Leben schon so viel rum gekommen, dass ich glaube ihre werden die Einfälle nie ausgehen. Auf Mamakreativ tobt sie sich nicht nur gestalterisch aus, sondern verwöhnt uns auch kulinarisch und lässt uns an ihrem Familienleben teilhaben. Der Fokus liegt aber ganz klar auf der Kreativität.

Was ich besonders an ihrem Blog liebe: Sie liefert mit jedem Post eine Vielzahl an Möglichkeiten etwas zu gestalten, so dass für wirklich jeden etwas dabei ist. Und: Es gibt tolle Videos zu ihren Beiträgen, in denen man oft noch einen besseren Eindruck  zur Umsetzung bekommt.

Lisa von Mamakreativ

Basteln ist…

kreatives Chaos mit bunten Farben und Wackelaugen.

Wie bist du selbst zum Basteln gekommen? Hast du schon als Kind mit deiner Familie gebastelt oder wann begann die Leidenschaft?

Als Kind war ich nicht im Kindergarten und die ganze Zeit mit meiner Mutter gespielt und gebastelt. Danach war ich 7 Jahre in der Kunstschule, auch später habe ich gerne gemalt. Und als ich selber Mama geworden bin, habe ich gleich gewusst, dass das meine Zeit ist!!!

Woher nimmst du deine Ideen? Wovon lässt du dich am liebsten inspirieren?

Diese Ideen sammle ich in meinem Kopf schon mein Leben lang 🙂

Was sind deine Lieblingsmaterialien?

Alles, was ich in der Abstellkammer so finde: Pappe, Eierkartons, Klorollen

Sollten Eltern mit ihren Kindern basteln? Wenn ja, warum? Wenn nein, wieso nicht?

Basteln ist nicht nur Basteln an sich, es ist auch gemeinsame Zeit, die bunten Momente, an welche Kinder sich später erinnern. Außerdem fördert das Basteln Kreativität, Phantasie und Feinmotorik. Also ja, auf jeden Fall!!!

Was ist wichtiger das Basteln oder das Ergebnis? Wieso?

Mir ist es am wichtigsten, dass Kinderaugen beim Basteln leuchten:)

Welches „Projekt“ empfiehlst du, dass auch einem Bastelmuffel Spass macht?

Es ist nicht wirklich basteln, aber es ist mein Lieblingsprojekt. Malen und Basteln mit echten Blumen wird 100-prozentig jedem gefallen!!! Es ist so einfach und wunderschön;) 

Dein bester Tipp für das Basteln mit Kindern:

Basteln Sie zusammen mit Ihrem Kind. Setzten Sie sich am Kindertisch und sehen Sie die Welt mit Kinderaugen.

Na, jetzt kennt ihr meine 3 Lieblinge. Habt ihr euch auch verliebt? Oder sogar schon ein Projekt gefunden, dass ihr in Angriff nehmen wollt?

Wir hatten total Lust auf Malen und weil Milou da schon mitmachen kann, haben wir Fingerfarben gewählt.

Ida ist ganz begeistert mal wieder mit den Händen malen zu dürfen
Milou wollte gar nicht mehr aufhören!

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