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11 Ideen, wie du dein Kind umweltbewusst erziehst

Posted in Erziehung

Ökomama? Das bin ich nun wirklich nicht! Dennoch motze ich meinen Mann an, wenn er abends die Küche verlässt ohne das Licht auszuschalten. Ich kaufe auch mal Plastiktüten, ärgere mich aber immer wieder über mich selbst, wenn ich meine salonfähigen Hipsterbeutel zu Hause liegen gelassen habe. Ich mag diesen wunderschönen Planeten und finde, dass wir Eltern, neben unseren 1.000.000 anderen Aufgaben, auch die Verantwortung haben, unseren Kinder Umweltbewusstsein beizubringen. Aber wie geht das eigentlich? Hier sind 11 Ideen, wie du dein Kind umweltbewusst erziehst.

1.SEI EIN GUTES VORBILD

Klingt einfach, ist es auch.  Am besten lernen unsere Kinder durch unser Vorbild. Sie schauen, was wir machen und imitieren uns. Und meist bedarf es gar nicht vieler Erklärungen, wenn unser Kind uns alltäglich dabei zusieht, wie wir mit unserer Umwelt umgehen.

2. ZEIT IN DER NATUR VERBRINGEN

Wo lernt ein Kind die Natur besser kennen, als in der Natur selbst? Es gibt so schöne Orte, die für dein Kind unvergesslich sein werden: Wälder, Strände, Wiesen, Felder, Berge, Seen, Tropfsteinhöhlen, Maislabyrinthe, Botanische Gärten, unzählige Möglichkeiten die Natur zu erkunden. Und noch viel mehr Möglichkeiten das Kind dort kreativ sein zu lassen.

3. ZEIT MIT TIEREN VERBRINGEN

Muh, Mäh, Ia, Kikeriki sind nach Mama und Papa meist die ersten Laute die wir mit unseren Kindern üben. In Bilderbüchern zeigen wir das Schweinchen, das Lamm und den Hund. Ein viel wertvolleres Gefühl vermitteln aber echte Tiere! Wir haben z. B. einen kleinen Bauernhof mit Tieren um die Ecke und schon Milou liebt die Tiere dort.

4. GARTENARBEIT

Wir haben zwar keinen Garten, dennoch habe ich mir ganz fest vorgenommen Blumen auf dem Balkon zu pflanzen. Ida hat schon mehrfach danach gefragt. Ich glaube, dass Kinder erst so richtig verstehen können, was das Wunder der Natur ist, wenn sie ein Pflanze wachsen sehen. So verstehen sie auch viel besser, warum sie keine Blätter und Blumen ausreißen sollen. Auch kleine Gemüseverweigerer essen vielleicht die selbst gepflanzte Karotte lieber, als die gekaufte. Und wer keinen Garten oder Balkon hat, der pflanzt entweder ne Topfpflanze oder Kresse – Kresse geht doch immer!

5. NATURALIEN SAMMELN

Wahrscheinlich etwas, das du gar nicht antreiben musst. Kastanien, Tannenzapfen, Brombeeren, Steine, Schneckenhäuser, Pilze und vor allem Stöcker. Mein Kind schleppt massenhaft Stöcker in Haus. Und was macht man dann mit dem gesammelten? Z. B. etwas aus dem coolen Buch „Bock auf Stock“ nachbasteln.

6. RECYCLEN

Alte Zeitungen zum Altpapier bringen, Glasflaschen in die richtigen Container schmeissen, PET-Pfandflaschen beim Automaten abgeben. Das alles macht auch Kindern Spass. In Idas Kindergarten haben die verschiedenen Mülleimer Fotos mit den Dingen, die dort hinein geschmissen werden dürfen aufgeklebt! Das finde ich auch eine tolle Idee für zu Hause!

7. WASSER AUSSTELLEN

Beim Zähneputzen muss der Wasserhahn nicht laufen. Auch unter der Dusche, wenn man sich einseift, oder die Haare shampooniert, kann man das Wasser ausdrehen. Das muss nicht groß erklärt werden und hat dennoch große Wirkung.

8. LICHT AUS

Ich hatte es oben schon einmal erwähnt: Meine persönliche Allergie ist das angelassene Licht. Wenn das Kind nicht mehr im Kinderzimmer spielt, sollte das Licht ausgeschaltet werden. Das gilt auch für den CD-Spieler und das Licht auf der Toilette. 

9. AUFLADBARE BATTERIEN BENUTZEN

Manchmal wundere ich mich, wieviel elektronischen Krams die kleinen schon haben. Milou ist gerade mal ein Jahr alt und fast jedes ihrer Lieblingsspielzeuge ist batteriebetrieben (hier siehts du den Beweis, dass ich keine Ökomama bin). Der sprechende Hund, der musizierende Würfel, das Geräusche-Handy, die Musikschnecke, der Zieh-Dino. Wie gesagt, es sind Milous liebste Spielsachen, deshalb mag ich nicht auf sie verzichten. Eine gute Alternative sind hier die wiederaufladbaren Batterien. Am besten mehrere Batterien und ein einfaches Ladegerät (wie z.B. diese hier ) kaufen und schon können die Batterien reibungslos getauscht werden.

10. VORDER- UND RÜCKSEITE EINES BLATTES NUTZEN

Ida ist eine Malfabrik. Täglich bringt sie Tonnen an Papier nach Hause. Nach dem Kindergarten geht es zu Hause weiter. Um nicht so viel Papier zu verbrauchen versuche ich Ida immer wieder zu motivieren, beide Seiten des Blattes zu bemalen.

11. BROTDOSEN VERWENDEN

Papiertüten, Alufolie, Frischhaltefolie? Das braucht ein Schulbrot nicht! Viel besser ist es ein Dose zu verwenden. Die kann immer wieder genutzt werden, hat meist den Lieblingshelden des Kindes aufgedruckt und sieht viel schöner aus. Wir hier lieben zum Beispiel Bento-Boxen. Die sind häufig in mehrere Fächer unterteilt und sehen wunderschön aus. (Du bekommst sie z. B. bei meinem Lieblingsshop )

Ich finde es besonders wichtig keine Ängste bei den Kindern zu schüren, sonder sie positiv auf ein umweltbewusstes Leben aufmerksam zu machen. Für kleine Kinderseelen ist es zu viel, wenn sie sehen, was Plastik in Meer verursacht, oder ausgelaufene Ölfässer. Das bekommen sie noch früh genug mit und es liegt nicht in ihrer Verantwortung.

Umwelbewusstsein muss nicht radikal sein! Wir können schon im kleinen Rahmen unsere Kinder zu umweltbewussten Menschen erziehen und das sollten wir auch, denn auch Sie werden einmal die Verantwortung haben die Schätze unserer Erde zu erhalten.

Wie handhabt ihr das bei Euch zu Hause? Habt ihr auch so eine „Allergie“ wie ich es habe? Wie wichtig ist dir eine umweltbewusste Erziehung?

6 Comments

  1. Liebe Katja,

    das ist ein wirklich tolles Thema! Ich selbst ticke da ähnlich wie Du. Ich bin keine 100% Ökomama, aber auch mir ist es wichtig den Planeten nicht völlig sinn- und gedankenlos zu zerstören! Als Jugendliche galt ich immer als uncool, weil ich den Müll der anderen aufgesammelt und in den Mülleimer geschmissen habe!

    Wir berücksichtigen die genannten Punkte alle bereits und sie gehören ganz selbstverständlich zu unserem Alltag dazu. Aber sich diese Punkte noch einmal bewusst zu machen, tut auch gut und regt dazu an, zu überlegen, was man im Alltag noch umsetzten könnte. Schließlich ist es nun auch die Welt unserer Kinder und für die wollen wir alle doch nur das Beste!

    LG Lotti

    8. Februar 2017
    |Reply
    • Katja
      Katja

      Liebe Lotti,
      Das kenne ich auch! Und es ist genau wie du sagst. Für die Welt unserer Kinder nur das Beste! Alle Punkte meiner Liste sind wirklich leicht abzuhacken um so schöner, dass ihr sie zu Hause schon so macht! Das zeigt wie einfach es ist!

      8. Februar 2017
      |Reply
  2. Hallo Katja,
    ein wirklich wichtiges Thema. Schön, dass du so tolle Tipps zusammen gestellt hast.
    Wir versuchen auch so viel wie Möglich umzusetzen. Nur mit der Gartenarbeit klappt es nicht, da wir nur eine Wohnung haben.
    Gerade der Punkt – Licht aus! Finde ich sehr wichtig. Wie oft, mein Großer schon vergessen hat, das Licht im Bad vergessen hat. Immer wieder erinnern, gehört zu meinem täglichen Leid 😀

    Liebe Grüße Melanie

    9. Februar 2017
    |Reply
    • Katja
      Katja

      Oh ja! Das kenne ich auch! Das Bad, das Ida nutzt ist Innenlebens ?

      9. Februar 2017
      |Reply
  3. Hallo Katja,
    So ziemlich so handhaben wir das auch. Als Kägerfamilie leben wir sowieso sehr im Einklang mit der Natur. Nur eines würde ich mir wünschen: weniger Müll zu produzieren. Ich weiß nicht woher es kommt, aber ich habe das Gefühl ich miste ständig aus und immer wieder schaffe ich müllsäckeweise Kram aus dem Haus…. Das würde ich gerne noch ändern.
    Liebe Grüße Katharina

    9. Februar 2017
    |Reply
    • Katja
      Katja

      Hallo Katharina, ja, das fällt mir auch total auf. Bei uns sind es natürlich noch Milous Windeln die viel ausmachen, aber auch sonst ärgere ich mich oft über die Bio-Lebensmittel die dann in Plastik gehüllt sind, damit man auch Bio drauf schreiben kann!

      9. Februar 2017
      |Reply

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